So bleibt der Hund im Winter gesund

Normalerweise benötigt ein gesunder Hund bis auf wenige Ausnahmen im Winter kein Mäntelchen, dass ihn warm hält. Dennoch es gibt einige Maßnahmen, die Hundebesitzer bei Schnee, Eis und Kälte berücksichtigen sollten, damit ihr vierbeiniger Liebling gut durch die kalte Jahreszeit kommt.

10.1.2022 (verpd) Auch im Winter muss man mit dem Hund Gassi gehen. Viele Hunde lieben es sogar, im Schnee herumzutollen. Doch Hunde können nicht nur frieren und sich erkälten, auch weitere gesundheitliche Probleme durch Streusalz, feuchtes Fell und Schnee sind möglich. Die Bundestierärztekammer e.V. gibt Tipps, worauf Hundehalter achten sollten, damit ihr Vierbeiner gesund durch den Winter kommt.

Bei einem gesunden Hund bieten normalerweise sein Fell und ausreichend Bewegung den besten Schutz vor Kälte. Daher ist laut Bundestierärztekammer e.V. auch bei Minustemperaturen für die meisten Hunde beim Gassigehen keine spezielle Hundekleidung wie ein Hundemäntelchen notwendig.

Anders bei alten oder kranken Tieren, die sich nicht mehr viel bewegen, sowie bei Hunden mit extrem kurzem oder dünnem Fell und ohne Unterwolle; hier kann ein Hundemantel bei eisigen Temperaturen sinnvoll sein. Die Hundekleidung sollte dann aus einem leichten, hautverträglichen, wasserabweisenden und atmungsaktiven Material bestehen und gut sitzen, also nicht zu eng oder zu locker sein.

Wenn der Hund friert

Grundsätzlich brauchen Hunde auch im Winter viel Bewegung und sollten insbesondere hinsichtlich der erhöhten Gefahr einer Blasen- und Nierenentzündung weder lange draußen angebunden sein noch auf kalten Böden still sitzen oder liegen müssen. Bei einem Hund, der häufig Zugluft ausgesetzt ist, auf einem kalten Boden liegt oder bei eisigen Außentemperaturen ohne ausreichende Bewegung draußen ist, kann es schnell zu einer Schwächung des Immunsystems sowie zu Erkrankungen wie Blasenentzündungen kommen.

Dies wiederum begünstigt Infektionen der Atemwege, da der Vierbeiner weniger Abwehrkräfte gegen Viren und Bakterien hat. Dann ist eine Behandlung durch den Tierarzt sinnvoll. Friert ein Hund beim Gassigehen, sollte man umgehend umkehren beziehungsweise ihn in eine trockene, warme und zugluftfreie Umgebung bringen. Ob einem Hund zu kalt ist, erkennt man daran, dass er eine verkrampfte oder angespannte Körperhaltung einnimmt, die Rute einzieht oder sich das Fell am Rücken sträubt und er am ganzen Körper zittert.

Ist der Hund nass geworden, ist es generell wichtig, ihn nach dem Spaziergang abzutrocknen. Auf keinen Fall sollten Hunde mit feuchtem Fell auf kaltem Untergrund wie Steinen oder Fliesen liegen, denn das kann zu einer Lungen- oder Blasenentzündung führen.

Was bei Eis und Schnee zu beachten ist

Normalerweise sind Hundepfoten in der Regel recht robust, doch bei einigen Hunden können die Ballen empfindlich und weich sein. Eine regelmäßige Kontrolle der Hundepfoten ist daher wichtig. Vorbeugend, damit sich im Winter möglichst wenig Eis und Schnee zwischen den Ballen festsetzen kann, können dort die Haare gekürzt werden.

Streusalz ist oft ein Problem, da es bei trockenen, rissigen Ballen schnell in die Ritzen eindringen und Schmerzen verursachen kann. Sinnvoll ist es, die Hundeballen vor dem Spaziergang mit Melkfett oder Vaseline einzureiben, was ein Eindringen des Salzes weitgehend verhindert. Nach dem Spaziergang reicht es normalerweise, das Salz aus den Hundepfoten mit lauwarmem Wasser abzuspülen und danach die Ballen mit fetthaltiger Salbe einzureiben.

Hat der Hund besonders weiche oder rissige Ballen, kann es sinnvoll sein, beim Spaziergang in Eis und Schnee, aber auch auf salzgestreuten Wegen Hundeschuhe, sogenannte Booties, anzuziehen. Diese schützen vor scharfkantigem Eis und vor Salz. Viele Hunde fressen Schnee. Grundsätzlich sollten sie jedoch nicht zu viel oder mit Schmutz und Streusalz verunreinigten Schnee aufnehmen, denn das kann zu Magen-Darm-Entzündungen, Durchfall oder Erbrechen führen. Aufpassen sollte man auch bei Hunden mit empfindlicher Verdauung.

Kostenschutz für Hundebesitzer

Egal ob Winter oder Sommer, nicht immer lässt sich vermeiden, dass der vierbeinige Liebling krank wird und deshalb zum Tierarzt muss. Wie hoch die Kosten dafür sind, hängt unter anderem von der Erkrankung und der dafür notwendigen Behandlung ab.

Wer als Hundebesitzer dafür sorgen möchte, dass unabhängig vom persönlichen Budget der Hund im Notfall auch notwendige größere beziehungsweise teurere Operationen und Behandlungen bekommt, sollte eine Tierkrankenversicherung abschließen.

Eine derartige Police übernimmt je nach Vertragsvereinbarung anfallende Operations- und/oder Heilbehandlungskosten bis zur vereinbarten Höhe.